Stresstest im Impfzentrum Münster „Die erste Einschätzung: es hat alles funktioniert“, sagte Feuerwehr-Chef Gottfried Wingler-Scholz nach dem bislang größten und finalen Testlauf im kürzlich fertig gestellten Impfzentrum Münster. An diesem Samstagnachmittag wurden knapp 50 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr durch die Messehalle Nord geschleust: Einlass, Anmeldung, Check-Out, Hygienekonzept, Barrierefreiheit – nahezu jeder Meter Impfstraße sollte hier auf Herz, Laufwege und jegliche Eventualitäten geprüft werden. Teilnehmenden wurden verschiedene Rollen und Aufgaben zugeteilt, die das Szenario zu einem echten Stresstest für die Belegschaft werden ließen. Da gab es „Impflinge“ mit unterschiedlichen Handicaps und fehlenden Papieren oder Terminen, da gab es sicherheitsrelevante Überlegungen und auch welche zum Prozess der Impfmittel-Verarbeitung. Aber: „Es haben sich jetzt nur noch einige wenige Fragestellungen ergeben, die man ganz leicht lösen kann. Das sind in der Regel organisatorische Optimierungen, um den Personenstrom noch besser zu lenken, aber auch die Kommunikation. Dafür haben wir technische Mittel vorrätig, die wir nur einmal ausgeben und beüben müssen“, sagt Wingler-Scholz.


Rund zweieinhalb Stunden Zeit nahmen sich alle Beteiligten, um das Impfzentrum zu erproben, die Manöverkritik im Ganzen und in den jeweiligen Einzelabschnitten nicht eingerechnet. „Das heute war eine Übung und keine Könnung“, ergänzt Dr. Peter Münster (Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe/KVWL) – ärztlicher Leiter des Impfzentrums, „wir haben uns extra ein Szenario auferlegt, was hier besonders fordernd ist, der alle Teilbereiche noch einmal richtig in den Schweiß gebracht hat. Aber ich habe hier keine Punkte gefunden, die nicht innerhalb weniger Stunden abstellbar wären. Ab morgen könnte es hier definitiv losgehen.“


Alle Infos zum Impfzentrum Münster unter
www.muenster.de/corona_impfung
Corona-Impfstoff: Was erwartet uns in den Impfzentren? | WDR Doku Normalerweise stehen hier Flugpassagiere Schlange – und demnächst Menschen, die geimpft werden wollen: Flughafen Münster Osnabrück, Anfang Dezember: Handwerker durchbrechen eine Wand, um eine sogenannte „Impfstraße“ zu errichten. Der Kreis Steinfurt hat auf dem Airport ein Terminal gemietet und baut dort ein Impfzentrum auf. 1500 Menschen pro Tag sollen demnächst im Terminal geimpft werden. In einem Einbahnstraßensystem, damit sich niemand mit Corona ansteckt. Denn hier und in zahlreichen anderen Impfzentren in NRW soll die Krankheit ja schließlich besiegt werden.

In allen 53 Kreisen und kreisfreien Städte in NRW soll mindestens ein Impfzentrum entstehen, in dem man sich gegen das Coronavirus impfen lassen kann. Gesundheitsminister Spahn hatte die Länder gebeten, dass die Impfzentren bereits Mitte Dezember einsatzbereit seien. “Ich habe lieber ein startbereites Impfzentrum, das noch ein paar Tage außer Betrieb ist, als einen zugelassenen Impfstoff, der nicht gleich genutzt wird”, so Spahn.
Auch in Bochum laufen die Vorbereitungen. Eigentlich ist Andreas Kuchajda Geschäftsführer der Bochumer Veranstaltungs-GmbH und organisiert Konzerte, Messen oder Sport-Events. Doch seit drei Wochen kümmert er sich um den Aufbau eines Impfzentrums im RuhrCongress. „Es ist eine Herausforderung“, so Andreas Kuchajda, „aber den Moment, wo wir gesagt hätten, wir schaffen das nicht, haben wir noch nicht gehabt.“
„Seit Anfang März liege ich bei 1200 Überstunden“ sagt Dr. Karlheinz Fuchs, medizinischer Leiter der Stabsstelle Corona beim Kreis Steinfurt. Bis zum Impfstart werden es sicher noch mehr werden. Denn er braucht noch Ehrenamtler, um wie geplant 12 Stunden am Tag an sieben Tagen die Woche impfen zu können.

In Bochum ist unterdessen am 11. Dezember Generalprobe im RuhrCongress. Klappt alles, wie Andreas Kuchajda und seine Mitarbeiter es geplant haben? Es gibt fünf Phasen: Anmeldung, Aufklärung, Impfung, Beobachtung, Abmeldung. Und wenn genügend Impfstoff, kann man im RuhrCongress in Bochum bis zu 50.000 Impfungen monatlich durchführen.

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🎥 Ein Film für den WDR von Marion Försching und Patrick Stijfhals.
Dieser Film wurde im Jahr 2020 produziert. Alle Aussagen und Fakten entsprechen dem damaligen Stand und wurden seit dem nicht aktualisiert.
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Corona-Alltag auf der Intensivstation Wie geht man damit um, Covid-19-Patient*innen zu begleiten, die an den Folgen der Erkrankung sterben? Angehörige informieren, Trauer zulassen – und das trotz Besuchsverbot. Gleichzeitig bereiten sich Lagerhallen und Kliniken auf die ersten Impfzentren vor und stehen noch vor vielen Ungewissheiten.

Michael Kloss arbeitet ehrenamtlich als Kriseninterventionshelfer in Stuttgart. Er kenne alle Gefühle, die Menschen während einer Corona-Erkrankung durchmachen – auch allen Schmerz, sagt er. Kloss steht in engem Kontakt sowohl zu den Patient*innen als auch zu deren Angehörigen. „Davon ist auch mein Herz betroffen, aber ich lasse mich davon nicht leiten in meinem Tun.“

„Wir arbeiten hier am Hotspot und wir sehen hier natürlich auch die ganz schlimmen Verläufe“, berichtet die leitende Intensivpflegerin Ayse Yeter. Diese Bilder würde man außerhalb der Klinik nicht sehen können, deswegen sei die Wahrnehmung auch eine ganz andere.

Wie muss der Impfstoff gelagert werden? Was werden die Impfzentren wann und in welchem Maße brauchen, sobald flächendeckende Impfungen zugelassen werden? Fragen, die Till Sundermeier als Teamleiter für Medizinischen Sachbedarf am Klinikum Stuttgart versucht, bestmöglich zu beantworten. Doch er muss an vielen Stellen mit einigen Fragezeichen kämpfen. Die größte Herausforderung für Klinikvorstand Jan Steffen Jürgensen: möglichst viele Menschen in kurzer Zeit impfen.

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