Dr Markus Krall: Die grösste Wirtschaftskrise der Moderne | World of Value 2020 Dr. Markus Krall war schon alleine aufgrund seiner kühnen Statements an den letzten beiden World of Value Konferenzen wieder eingeladen. Der renommierte Risikomanager lieferte sein Update zur aktuellen Situation - und was für eines: “Der nackte Wahnsinn tanzt auf der Strasse”.

Als im Frühjahr 2020 der erste Lockdown kam, standen nach nur vier Wochen bereits 10% der Unternehmen mit dem Rücken zur Wand. Sie waren bereits vor der Krise durch eine 15-jährige Niedrig- und Negativzinspolitik geschwächt. Bei einer solchen Geldpolitik können die Banken nichts mehr verdienen und werden ausgehöhlt (vgl. ältere Videos der World of Value mit Dr. Markus Krall). Dieses Problem wurde bisher gekonnt mithilfe von Bilanztricks umschifft. Seit Mai 2020 herrscht allerdings regelrechter Bilanzbetrug. Den Unternehmen wird gesagt, dass sie trotz Zahlungsunfähigkeit nicht mehr vor den Insolvenzrichter müssen. So können insolvente Unternehmen weiterhin Leistungen von gesunden Unternehmen beziehen und bringen diese durch die Prellung graduell in Schieflage.

Des weiteren führen die global de-synchronisierten Lieferketten zu fallender Produktion, was deflationäre Kräfte mit sich bringt. Zusammen mit der stark steigenden Geldmenge führt dies zu einer Hyperstagflation. Stand Oktober 2020: 22% Arbeitslosigkeit in den USA und die tiefste Krise seit 1705 in Grossbritannien. In Deutschland sieht es nicht besser aus.

Der Vortrag endete etwas früher und es fand eine fast 45-minütige Q&A-Session statt.

👉 Link zum Vortrag von Thomas Bachheimer:
▶️ https://youtu.be/-9f2NxjoRJo

👉 🕺 World of Value
▶️ Homepage: https://worldofvalue.de
▶️ Instagram: https://instagram.com/worldofvalue/
Die World of Value wurde im Jahr 2018 als Veranstaltung ins Leben gerufen. Der Slogan damals wie heute: Konferenz für innovative Investmentstrategien.
Interessierte Teilnehmer mit unterschiedlichem beruflichen und persönlichen Hintergrund treffen sich einen Tag lang in Frankfurt am Main. Unsere Speaker präsentieren ihre Ideen, Ansichten und Expertise.

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Sahra Wagenknecht und Thomas Middelhoff über Monopolmächte | Markus Lanz vom 08. Oktober 2020 Sahra Wagenknecht, Politikerin bei der Partei „Die Linke“, äußert sich im Hinblick auf die Bundes-tagswahl 2021 zur Programmatik und zur Personalsituation in ihrer Partei sowie zur Möglichkeit eines Rot-Rot-Grün-Bündnisses.

Dabei kommt das Thema „Mobbing“ im Zusammenhang mit par-teiübergreifenden Kritiken zur Sprache. Unter dem Titel Kritik wird auch über über den russischen Kritiker Nawalny und dessen vermutliche Vergiftung gesprochen.

Zudem diskutiert sie mit Thomas Middelhoff, Ex-Manager und Autor, über die wirtschaftlichen Monopolmächte, wie Ama-zon, und analysiert Fehler bei der Digitalisierung. Hierbei wird auf die Vertrauenswürdigkeit und Transparenz großer Unternehmen geschaut.

„Wir müssen die Macht großer Digitalkonzerne einschränken!“, meint Sahra Wagenknecht, die erhebliche Probleme beim Datenschutz der Konsumenten und Kunden sieht. Ihrer Meinung nach solle eine striktere Kontrolle und Regulierungen mithilfe von Gesetzen veranlasst werden.

Thomas Middelhoff teile ihre Meinung, sei allerdings auch von der Wachstumsrate und den Ge-schäftsmodellen dieser großen Unternehmen begeistert. Er selbst war früher Manager und kennt Jeff Bezos persönlich aus dieser Zeit. Er durchleuchtet mögliche Risiken, aber auch positive Mög-lichkeiten des heutigen Konsumverhaltens: „Das Konsumverhalten im Internet wurde dauerhaft verändert.“ In seinem neuen Buch „Zukunft verpasst?“, schreibt er genau über diese Thematik und legt Reformvorschläge vor.

Den gesamten Talk findet ihr hier: https://kurz.zdf.de/ZgK/

Weitere Gäste in der Sendung:

Joachim Huber, Journalist
Der „Tagesspiegel“-Redakteur erkrankte schwer an COVID-19 und überlebte nur knapp. Er erzählt von seinem Krankheitsverlauf und seinem Umgang damit.

Prof. Uwe Janssens, Mediziner
Der Chefarzt am St.-Antonius-Hospital in Eschweiler berichtet von der Behandlung von Corona-Intensivpatienten.
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#rotrotgrün #digitalisierung #monopolmacht
Die Tango-Bäuerin aus dem Allgäu | Lebenslinien | Biografie | Doku | BR Dier Beitrag erzählt vom Leben einer Frau, die von der Wissenschaft über Schweinehaltung zum Tangotanzen kam.

Von klein auf liebt Rosemarie Tiere. Sie könnte als Wissenschaftlerin Karriere machen, doch nach einem Ökologie-Studium arbeitet sie lieber als Schweinehirtin auf dem Öko-Gut Herrmannsdorf bei Glonn. Heute betreibt sie mit ihrem Partner, einem Geigenbauer und Tango-Lehrer, einen Bauernhof im Allgäu.

Von ihrem Vater, einem Atom-Physiker, der häufig zwischen München und Kalifornien pendelt, bekommt Rosemarie Wegemann zwei Ponys geschenkt. Ihnen widmet sie ihre ganze freie Zeit. Von ihrer Mutter, einer Amerikanerin, lernt sie Klavier spielen.
Rosemarie könnte als Wissenschaftlerin Karriere machen, aber ihre Liebe zu Tieren und der Wunsch, mit ihnen zu leben und zu arbeiten, sind stärker.

Nach einem Ökologie-Studium und einer Landwirtschaftslehre arbeitet sie 17 Jahre lang als Schweinehirtin in den Herrmannsdorfer Landwerkstätten. Sie heiratet und gründet eine Familie. Doch Rosemarie geht so in ihrer Arbeit auf, dass die Ehe zerbricht.
Mit ihrem Sohn und einer Schar Tiere zieht sie in ein Dorf im Schwarzwald. Dort stößt ihre Idee von einem Erlebnisbauernhof jedoch auf wenig Gegenliebe.

Mit fast 50 Jahren muss Rosemarie noch einmal von vorne anfangen. Da verliebt sie sich in Arthur, einen schottischen Geigenbauer und Tangolehrer. Zusammen erwerben die beiden 2009 einen kleinen Bauernhof im Allgäu, den sie weitgehend ohne Motoren bewirtschaften. Die Arbeit ist sehr hart, das Geld stets knapp. Doch wichtiger als Bequemlichkeit ist ihnen ein verantwortungsvolles Leben mit ihren Tieren.
Autor: Arndt Wittenberg

TV-Sendung im BR Fernsehen vom 4.5.2020

Mehr Lebenslinien in der BR Mediathek unter https://www.br.de/mediathek/sendung/lebenslinien-av:584f4bf53b467900117be06d

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